Die Vielseitigkeit des Baumes des Jahres 2016

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Baum des Jahres

Zum Baum des Jahres 2016 wurde die Winterlinde, botanisch Tilia cordata, gekürt. Als Begründung wurde die Vielseitigkeit dieses Baumes genannt. Sie ist bereits seit hunderten von Jahren in unseren Breitengraden kultiviert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie vielen Dichtern und Musikern als Muse diente. Oft war eine Winterlinde der Mittelpunkt und somit der Treffpunkt des dörflichen Lebens. Die Gerichtsbarkeit fand ebenfalls unter Winterlinden statt. Auch heute sind sie noch als Tanz- und Freiheitslinden zu finden. Ihre Blüten und Blätter werden auch heute noch zu medizinischen Zwecken mit guter Wirkung eingesetzt. Letztlich ist sie eine fast unerschöpfliche Nahrungsquelle für viele Tiere. Wer hat nicht schon einmal während der Blüte unter dem Baum des Jahres 2016 gesessen und sich vom Summen der vielen Insekten, die Nektar sammeln, einlullen lassen.

Der Baum des Jahres 2016 als Bau- und Parkettholz

Es handelt sich um weiches, leichtes Holz, das mit dem der Fichte verglichen werden kann. Es verfügt über relativ kurze Faser, was ihm zu einer geringen Elastizität verhilft. Da das Holz nicht feuerresistent ist, wird es nicht als dauerhaft eingestuft. Dies sind auch die Gründe, weshalb es gerne von Schadinsekten heimgesucht wird. Hierzu gehören unter anderem der Holzwurm und der Holzbock. Imprägnieren erhöht die Lebensdauer nur um ein Geringes.

Aufgrund seiner weichen Beschaffenheit wird das Lindenholz sehr gerne für Schnitzarbeiten, aber auch die Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. Bei starker Sonneneinstrahlung kann es leider zu Verfärbungen kommen. Lindenholz gilt als mittelschwer, zerstreutporig und wenig schwindend. Es lässt sich leicht bearbeiten. Auch die Veredelung durch Beizen sowie mit Anstrichen lässt das leicht formbare Holz einfach über sich ergehen.

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